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"When
shall we three meet again?
In thunder, lightning, or in rain?"
Shakespeare,
Macbeth, I,1
Es war ein trüber, nebliger Abend und eine noch
düsterere, unheilvollere Nacht, als die drei Schach spielen
wollten. Keiner wollte zuschauen oder warten.
Schach für Drei? Alle gegen Alle?
Und so kam es, dass sie schufen, was jetzt Trialectic
heißt.
Ein Dreieck musste es sein, mit gleichen Seiten,
und aus schwarzen und weißen Dreiecken mit wieder gleichen
Seiten. Sie nahmen die Figuren, von Bauer bis König, tauchten
sie in Teile des Lichts und fingen an zu spielen. Alle gegen Alle!
Logisch sollte alles sein? Die Welt selbst ist nicht logisch. Nur
zu oft meinen wir, sie so zu sehen. Wir kennen Tag und Nacht, Licht
und Dunkel, Wärme und Kälte, Leben und Tod, Frohsinn und
Schmerz, Liebe und Hass, Enthusiasmus und Gleichgültigkeit.
Alles zwei-polige Gegensätze - und so dialektisch nehmen wir
die Welt oft wahr - aber das Leben ist bunt!
Die Grundfarben sind dem trialectischen (drei-poligen) Prinzip unterworfen.
Trialectisch heißt nicht: Schwarz gegen Weiß und dazwischen
Grau als vermeintlich dritter Pol. Grau ist kein echtes Element,
ist es doch nur eine Mischung aus Schwarz, der unbunten Farbe, und
Weiß, dem Urquell aller Farben, der Farbe des Lichts. Daher
auch die drei Grundfarben für die drei Parteien: Gelb, Blau
und Rot.
In der Welt der Trialectic ist der Schwarz-Weiß Gegensatz
nicht mehr wichtig. Was dem Spiel einen Stempel aufdrückt,
ist das Verhältnis Ecke-Seite. Bei drei Ecken und drei Seiten
gibt es sechs Bewegungsrichtungen.
Können wir aber dialektisch denken? Manchmal haben wir selbst
mit einfachster Logik unsere Probleme. Warum dann überhaupt
trialectisch spielen? Nur zu, das Spiel ist einfacher, als es scheint.
Öffentlich gespielt wird Trialectic seit Anfang 2002 im Substanz,
einer Kneipe in München. Dort wurde aus der Idee Trialectic
durch regelmäßige Praxis ein richtiges Spiel mit festem
Regelwerk.
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